Nachtschweiß

Nachtschweiß
Nachtschweiß
Foto: MediaProduction/canva.com

Schwitzen ist etwas Natürliches und ein wesentlicher Bestandteil der Temperaturregulierung des Körpers. In der Sauna oder beim Training im Fitnessstudio ist starkes Schwitzen sogar erwünscht. Mitten in der Nacht schweißgebadet aufzuwachen ist aber eine ganz andere Angelegenheit. Nachtschweiß kann als Schwitzen bezeichnet werden, das über das hinausgeht, was der Körper zur Regulierung der Körpertemperatur benötigt.

Nachtschweiß kann auch während des Schlafs und ohne körperliche Belastung auftreten. Er wird nicht durch eine zu dicke Decke oder ein zu warmes Schlafzimmer verursacht. Stattdessen können andere gesundheitliche Gründe für diese starken Schweißausbrüche im Schlaf verantwortlich sein.

Nächtliches Schwitzen kann die Schlafqualität einschränken, den Bettpartner beunruhigen und zu ernsten Unannehmlichkeiten führen. Daher ist es nur natürlich, dass man mehr über die Gründe für die nächtlichen Schweißausbrüche wissen möchte und darüber, wie sie behoben werden können.

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Was genau ist Nachtschweiß?

Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei nächtlichen Schweißausbrüchen um Anfälle übermäßigen Schwitzens, die während des Schlafs auftreten. Diese Schweißausbrüche können zu so starkem Schwitzen führen, dass sogar die Bettwäsche oder die Kleidung gewechselt werden muss. Nachtschweiß zeichnet sich dadurch aus, dass er eben nicht durch äußere Faktoren wie beispielsweise eine viel zu warme Decke ausgelöst wird.

Es muss hierbei auch zwischen Nachtschweiß und Hitzewallungen unterschieden werden. Hitzewallungen sind Wärmegefühle, die zu jeder Tageszeit auftreten können. Die Hitzewallung führt dabei aufgrund eines erhöhten Blutflusses zu einer Rötung der Haut und kann mit einem nächtlichen Schweißausbruch einhergehen, löst aber selbst kein intensives Schwitzen aus.

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Gründe für Nachtschweiß

Das körperliche System zur Temperaturregulierung ist vielschichtig und wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, so dass es in manchen Fällen schwierig ist, die genauen Ursachen für nächtliches Schwitzen zu erkennen. In der Forschung wurden jedoch vier häufige Ursachen für nächtliches Schwitzen ermittelt: Wechseljahre, Medikamente, Infektionen und Hormonprobleme.

Die Menopause ist der Zeitpunkt, an dem die Regelblutung bei Frauen dauerhaft ausbleibt. In dieser Zeit kommt es zu erheblichen Umstellungen in der körpereigenen Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron, die als ein wichtiger Auslöser für Hitzewallungen gelten. Hitzewallungen gelten als ein typisches Merkmal der Menopause und betreffen bis zu 85 % aller Frauen. In den meisten Fällen treten die Hitzewallungen bereits in der Übergangszeit vor der Menopause auf, der sogenannten Perimenopause, und können auch noch nach der Menopause fortbestehen.

Hitzewallungen in den Wechseljahren dauern in der Regel einige Minuten und können mehrfach am Tag auftreten, auch während der Nacht, wo sie nächtliche Schweißausbrüche verursachen können. Häufig treten Hitzewallungen über einige Jahre hinweg auf, bei einzelnen Frauen sogar mehr als zwei Jahrzehnte lang.

Es ist ein Zusammenhang zwischen bestimmten Medikamenten und nächtlichen Schweißausbrüchen bekannt. Dazu gehören bestimmte Antidepressiva, so genannte selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Steroide und fiebersenkende Medikamente wie Aspirin oder Paracetamol, die ebenfalls zu Schweißausbrüchen führen können. Die Einnahme von Koffein kann eine Ursache für generelles Schwitzen sein. Auch Alkohol- und Drogenkonsum können das Risiko für Nachtschweiß erhöhen.

Häufig werden auch Infektionen mit nächtlichem Schwitzen in Verbindung gebracht. In den meisten Fällen liegt dies daran, dass Infektionen Fieber und Überhitzung hervorrufen können. Tuberkulose, bakterielle und Pilzinfektionen sowie das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) sind einige der Beispiele für Infektionen, bei denen nächtliches Schwitzen ein wichtiges Merkmal ist.

Hormonprobleme

Auch Hormone können ein Grund für auftretenden Nachtschweiß sein. Denn Veränderungen im endokrinen System, welches den Hormonspiegel im Körper steuert, können mit nächtlichen Schweißausbrüchen in Verbindung stehen. Zu den Beispielen für Hormonprobleme, die mit nächtlichen Schweißausbrüchen in Verbindung stehen, gehören eine Überfunktion der Schilddrüse, Diabetes und erhöhter Blutzucker sowie ein ungewöhnlicher Spiegel von Sexualhormonen.

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Es gibt verschiedene Gründe für Nachtschweiß
Es gibt verschiedene Gründe für Nachtschweiß
Foto:canva.com

Der für die Regulierung der Körpertemperatur zuständige Teil des Gehirns wird als Hypothalamus bezeichnet und ist auch am endokrinen System beteiligt. Eine Funktionsstörung des Hypothalamus kann ein grundlegender Faktor für das Ungleichgewicht der Hormone und für nächtliches Schwitzen sein.

Abgesehen von diesen vier häufigen Ursachen können auch andere Bedingungen zu nächtlichem Schwitzen führen. Hitzewallungen beispielsweise können während der Schwangerschaft und in der Zeit nach der Geburt vermehrt auftreten. Auch Angstzustände und Panikattacken wurden schon mit nächtlichen Schweißausbrüchen in Zusammenhang gebracht.

Nachtschweiß kann allerdings auch ein Symptom für bestimmte Krebsarten oder eine Nebenwirkung von Krebsbehandlungen sein. Hitzewallungen können bei Menschen mit einem Lymphom auftreten. Bei Frauen mit Brustkrebs und Männern mit Prostatakrebs treten sie häufig als Begleiterscheinung einer Hormontherapie auf. Chirurgie, Strahlen- und Chemotherapie bei Krebs können somit ebenfalls nächtliche Schweißausbrüche verursachen.

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Was du gegen Nachtschweiß tun kannst

Die effektivste Behandlung für nächtliche Schweißausbrüche ist individuell verschieden und sollte immer von einer medizinischen Fachkraft überwacht werden. Zu den potenziellen Behandlungsmethoden gehören Veränderungen in der Umgebung und im Verhalten, kognitive Verhaltenstherapie und Medikamente.

Ein Standardansatz zur Behandlung von nächtlichen Schweißausbrüchen, insbesondere im Zusammenhang mit den Wechseljahren, besteht darin, zunächst einfache Veränderungen vorzunehmen, die die Anzahl und Schwere der nächtlichen Schweißausbrüche verringern und gleichzeitig die allgemeine Gesundheit und den Schlaf fördern können.

Schlafen solltest du in einem kühlen Schlafzimmer. Zwar ist ein wärmeres Schlafzimmer nicht die zentrale Ursache für nächtliche Schweißausbrüche, aber es kann sie unterstützen oder sogar auslösen. Wenn du den Thermostat auf eine niedrigere Temperatur einstellst und dünnere Bettwäsche benutzt, dann kannst du dadurch verhindern, dass sich in der Nacht Wärme um den Körper staut. Dabei solltest du auch in Erwägung ziehen, eine atmungsaktivere Matratze und Bettwäsche* zu nutzen.

Das Thermostat auf eine niedrigere Temperatur einstellen ist eine Möglichkeit
Das Thermostat auf eine niedrigere Temperatur einstellen ist eine Möglichkeit
Foto: GoodLifeStudio/canva.com

Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie ist ebenso eine Möglichkeit, um Nachtschweiß* zu bekämpfen. Sie stellt dabei eine Art der Gesprächstherapie dar, die üblicherweise bei gesundheitlichen Problemen wie Depressionen, Angstzuständen und Schlaflosigkeit angewendet wird. Sie wird in der Regel von einem Psychiater oder Berater persönlich durchgeführt, es gibt jedoch auch eine Vielzahl von Programmen, die in Eigenregie ausgeführt werden können. Bei der kognitiven Verhaltenstherapie geht es vor allem darum, negative Gedanken neu zu formulieren, um ein gesünderes Verhalten zu erzielen. Die kognitive Verhaltenstherapie für Schlaflosigkeit hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, auch bei Frauen in den Wechseljahren.

Studien haben ergeben, dass eine solche Verhaltenstherapie bei Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen deren Häufigkeit verringern und die Stimmung und Lebensqualität von Frauen in den Wechseljahren fördern kann. Die kognitive Verhaltenstherapie ist mit anderen Ansätzen, wie zum Beispiel Verhaltensänderungen, vereinbar und hat vermutlich die größte Wirkung auf nächtliche Schweißausbrüche, sofern sie mit anderen Ansätzen kombiniert wird.

Wenn jedoch bereits verschriebene Medikamente nächtliche Schweißausbrüche hervorrufen, dann kann eine Änderung der Verschreibung, der Dosierung oder des Einnahmezeitpunkts des Medikaments die nächtlichen Schweißausbrüche möglicherweise beseitigen. Auch wenn die nächtlichen Schweißausbrüche durch eine Infektion oder ein Hormonproblem ausgelöst werden, können Medikamente Abhilfe schaffen.

Eine etwas unkonventionelle Art der Abkühlung
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Foto: rudigobbo/canva.com

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